Griechenland – die Reifenodyssee hat hoffentlich ein Ende

Hinter Ipsala fahren wir über die türkisch-griechische Grenze und erreichen mit schlechter Bereifung und extrem mulmigem Gefühl im Bauch die Stadt Alexandroupoli. Erst einmal haben wir Hunger und gehen einkaufen. Bei LIDL fühlen wir uns fast zu Hause. Das erste Mal seit neun Monaten gibt es wieder Brot, wie wir es kennen und mögen. Wie kleine Kinder freuen wir uns über unsere gekauften Laugenbrezen und die Butter und genießen jeden einzelnen Bissen. Smiley
Gestärkt und mit gefülltem Magen klappern wir nun alle ortsansässigen Reifenhändler ab. Die Verständigung klappt dank guter Englischkenntnisse der Griechen auch wieder besser. In Griechenland sollten wir gute Chancen haben unsere Reifengröße zu bekommen.  Allerdings konnte uns eine sichere Verfügbarkeit nicht zugesichert werden. Aufgrund der Seltenheit (Reifen sind hauptsächlich auf alten Unimogs montiert) vom unheimlich hohen Preis ganz zu schweigen.
Also sind Alternativen gefragt. Stefan hat die Idee beim Militär sowie bei der Feuerwehr nachzufragen, wo die Unimogs noch im Einsatz sind. Bei beiden Einrichtungen gibt es jedoch eine Absage. Somit durchforsten wir das Internet und haben Glück, dass die Firma, bei der wir bereits zwei Reifen vor unserer Abreise gekauft haben, weiterhin unsere Reifengröße anbietet. Jetzt heißt es sich um einen günstigen Versand nach Griechenland sowie um eine Lieferadresse umzuschauen.  Hierfür suchen wir uns eine Tankstelle, die bis spätabends besetzt ist und erhalten ein o. k. Schön, wie sich nach so viel Pech irgendwie doch alles zum Guten wendet.Smiley  Nach insgesamt neun Tagen können wir dank super schneller Abwicklung in Deutschland bei strahlendem Sonnenschein am Strand von Alexandroupoli die neuen Reifen aufziehen.
Mit neuen Reifen und einem wieder guten Gefühl führen wir unsere Reise fort. Wir fahren über Kavala und Thessaloniki nach Kalambaka bzw. den dortigen unter UNESCO-Schutz stehenden Meteora-Klöstern. Der Name „Meteora“ leitet sich von „meteorizo“ ab, was „in die Höhe heben“ bedeutet. Dieser Name beschreibt die Lage der Klöster, die auf hohen Sandsteinfelsen gebaut wurden. Einst waren es insgesamt 24 Klöster, heute gibt es nur noch sechs, die aber noch bewohnt sind.
Als Erstes besuchen wir das “Agia Triada” (Heilige Dreifaltigkeit). Das Kloster soll zwischen 1458 und 1476 errichtet worden sein. Die Anlage ist noch immer bewohnt. Ursprünglich war der Zugang nur über Seilwinden und Strickleitern möglich. Erst seit 1925 gibt es eine Treppe. Dieses Kloster wurde weltweit bekannt, da ein Teil des James-Bond-Filmes “In tödlicher Mission” darin gedreht wurde. Wir wandern weiter zum unweit entfernten “Agios Stephanos”. Das etwa 1400 gegründete Kloster wird ebenfalls noch bewohnt. Im 19. Jahrhundert lebten noch mehr als 30 Mönche im Kloster, mit abnehmender Tendenz. Im Jahr 1960 war es praktisch verlassen und wurde 1961 in ein Frauenkloster umgewandelt. Da alle guten Dinge drei sind, schauen wir uns ein drittes Kloster an, das “Agia Varlaam”. Das Mitte des 14. Jahrhunderts zunächst als Einsiedelei gegründete Kloster ist ebenfalls noch bewohnt.
Auf unserem Weg weiter in den Norden kommen wir bei Monodendri an der Vikos-Schlucht vorbei. Die Angaben über die maximale Tiefe der Schlucht differieren erheblich und schwanken zwischen 600 m und knapp 1.000 m. Im Jahr 1997 wurde sie als tiefste Schlucht der Welt im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen, wobei das Verhältnis zwischen Tiefe und Breite als maßgebliches Kriterium definiert wurde. Eine Durchwanderung der 10 km langen Schlucht, in der noch Bären und Wölfe leben sollen, überlassen wir jedoch anderen und fahren weiter zu unserem nächsten Ziel.
Ungefähr 20 km weiter nördlich liegt der kleine Ort Konitsa. Dort erwarten uns Silvia & Christoph, die mit ihrem Mercedes-Benz auf Welterfahrung unterwegs sind. Die beiden kennen wir vom letztjährigen Därr-Globetrottertreffen in Wasserburg und freuen uns sie wiederzusehen. Ein weiteres deutsches Paar (Sylvia & Rudi) hat sich den Platz direkt am Fluss Aoos ebenfalls als Zwischenstopp auf Ihrer Urlaubsreise ausgesucht. Zusammen verbringen wir zwei wunderschöne Tage und Abende, in denen viel erzählt und noch mehr gelacht wird. Und, da wir allesamt nach Albanien unterwegs sind, entscheiden wir uns für die erste Etappe dorthin zu einer gemeinsamen Weiterfahrt….


Behind Ipsala we cross the Turkish-Greek border and enter with poor tyres and extremely queasy feeling in our stomaches the city of Alexandroupoli. First of all we have to go shopping and hunger. In LIDL we feel almost at home. The first time in nine months there is bread again, as we know it and like it. As small children, we welcome our purchased pretzels and butter and enjoy every bite. Smiley
Strengthened and with a full stomach we now rattle off all the local tire dealer. The communication works thanks to good English skills of the Greeks better again. In Greece we should have a good chance to get our tyre size. However, we could not be assured a secure availability. Due to the rarity (tyres are mainly mounted on old Unimogs) from the scary high price to mention.
So alternatives are needed. Stefan has the idea to check with the military and the fire service, where the Unimogs are still in use. In both facilities but there is a cancellation. Thus, we scour the internet and are lucky that the company, in which we have already bought two tyres before we left, continue to offer our tyre size. Now there is to a cheap shipping to Greece and to a delivery address to look. For this, we look for a gas station that is open until late at night and get their o. k. Nice, how after so much bad luck somehow save the day changed. Smiley After nine days we can thanks to super-fast processing in Germany in the sunshine on the beach of Alexandroupoli fit the new tyres.
With new tyres and a good feeling again we continue our journey. We drive over Kavala and Thessaloniki to Kalambaka and the local under UNESCO protection Meteora monasteries. The name “Meteora” is derived from “meteorizo​​” which means “raise in the level”. This name describes the location of the monasteries which were built on high sandstone cliffs. Once there were a total of 24 monasteries, today there are only six but which are still inhabited.
First, we visit the “Agia Triada” (Holy Trinity). The monastery to have been built 1458-1476. The plant is still inhabited. Originally the only access via cable winches and rope ladders was possible. Only since 1925 there is a staircase. This monastery became known worldwide as a part of the James Bond movie was “In Your Eyes” was filmed there. We continue our hike from the nearby railway “Agios Stephanos.” The monastery, founded about 1400 is also still inhabited. In the 19th century were still alive more than 30 monks in the monastery with decreasing tendency. In 1960 it was practically deserted and was converted in 1961 in a convent. As all good things come in threes, let’s look at a third monastery, the “Agia Varlaam”. The monastery first founded in the mid 14th century as a hermitage is also still inhabited.
On our way further north we pass the Vikos Gorge in Monodendri. The information on the maximum depth of the gorge differ significantly and fluctuate between 600 m and nearly 1,000 m. In 1997 it was registered as the deepest gorge in the world in the Guinness Book of World Records, the ratio between depth and width was defined as the decisive criterion. However, a hike through the 10 km long gorge, there still are bears and wolves live, we leave that to others and continue to our next destination.
About 20 km to the north lies the small town Konitsa. There we expect Silvia & Christoph, who are traveling with her ​​Mercedes-Benz on experience of the world. The two we know from last year Därr-Globetrotter-Meeting in Wasserburg (Bavaria) and look forward to seeing them again. Another German couple (Sylvia & Rudi) has become the place on the river Aoos also chosen directly as a stopover on your holiday trip. Together we spend two wonderful days and nights in which tells you a lot and laughed even more. And since we are all traveling to Albania, we opt for the first stage there a common continue…

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