Iran – jetzt bekommen wir doch noch Winter ab

Unser Route weiter in den Nordiran führt uns von der schönen Stadt Esfahan nach Kermanshah. Auf dem Weg dorthin haben wir – wieder einmal – ein Problem mit den Reifen. Einer der in Dubai gebraucht gekauften “Contis” lässt Luft. Wir hatten fast schon damit gerechnet, da die Qualität der Reifen nicht ganz optimal war. Unsere Hoffnung, dass die Reifen bis Deutschland halten hat sich also hiermit vorerst zerschlagen. Stefan ist trotzdem guter Dinge es mit unserm Reifenkontingent an Bord bis nach Hause zu schaffen. Der Reifen wird also kurzerhand geflickt und dient zukünftig als Ersatzreifen. Einer unserer bisherigen Ersatzreifen wird auf Felge gezogen, montiert und weiter geht die Reise. Wir sind gespannt, ob und wie lange das gut gehen wird. Wie so oft, haben wir auch hier Unterstützung von hilfsbereiten Menschen. Nicht nur ein LKW-Fahrer findet Zeit und hilft, auch die Polizei packt mehr oder weniger mit an.
Heute scheint ein Pechtag für uns zu sein, denn ein weiteres Problem muss noch gelöst werden. Der Auspuff ist gebrochen und muss so bald als möglich geschweißt werden. Diesem Problem nehmen wir uns in Kermanshah an. Auf der Suche nach einer Werkstatt werden wir von einem netten Irani aufgegriffen, der uns behilflich ist und werden – nach getaner Arbeit – wie soll es anders sein direkt zu ihm nach Hause und danach sogar ins Restaurant eingeladen. Die Verständigung mit dem wenigen Englisch, welches die Iranis oft sprechen, klappt zwar mehr oder weniger gut, aber es wir auch in dieser Familie ein schöner und interessanter Abend mit viel Einblick hinter die Kulissen. Die Häufigkeit solcher Begegnungen (wir haben ähnliches bereits in auf der Insel Qeshm, in Jahrom und Esfahan erlebt) und die Neugier der Menschen mit ihrer unglaublichen Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft gibt es wohl nur hier im Iran.
Nächster Halt ist Hamedan, die (angeblich) älteste Stadt des Iran von der die heiligen drei Könige nach Bethlehem aufgebrochen sein sollen. Wir besuchen dort ausschließlich den Bazar und sind froh nicht direkt von einem Einheimischen angesprochen und eingeladen zu werden. So schön solche Begegnungen auch sind, aber tagtäglich und manchmal mehrmals in einer Stadt kann das ziemlich anstrengend werden. Vor allem weil die Iranis ein nachtaktives Volk sind und sogar die Kinder erst nachts um 3 schlafen gehen.
Auf der nächsten Zwischenetappe von Hamedan nach Zanjan erwischt uns tatsächlich der Winter. So lange waren wir froh dem Winter dieses Jahr ein Schnippchen geschlagen zu haben, indem wir uns einfach in warmen Ländern aufgehalten haben. Und jetzt im Frühling erwischt es uns doch noch. O. k., wir haben gewusst, dass die Nächte kalt werden können aber von Schnee hatten wir gehofft verschont zu bleiben. Wir bauen also erst einmal unseren Kamin ans Fahrzeug, um unseren Holzofen aktivieren zu können. In dieser Nacht sinken die Temperaturen auf minus 10 Grad. Gott sei Dank hält unser Ofen die Temperatur im Fahrzeug bis in die Morgenstunden bei Plusgraden, so dass die Kälte draußen nicht ganz so zu spüren ist. In Zanjan haben wir erneut eine interessante Begegnung mit einem netten iranischen Ehepaar, die uns zum Falafel-Essen und am Abend zu sich nach Hause einladen und in dessen Verlauf wir die komplette Familie samt Oma, Onkel, Tante, Nichte und Neffe (insgesamt ungefähr 12 Personen) kennen lernen. Am nächsten Morgen geht es mit Frühstück weiter. Als wir das Mittagessen ablehnen, ist das Paar eher enttäuscht. Nicht so oft kommen die Menschen im Iran mit Ausländern in Kontakt, so dass sie jede Gelegenheit nutzen diese zu treffen, zu bewirten und jede Menge Fragen zu stellen. Unsere Bekannte Heike, die derzeit mit dem Fahrrad über den Iran nach Turkmenistan unterwegs ist hat es einmal ziemlich  passend auf ihrem Blog www.pushbikegirl.com formuliert: Willkommen im Iran, dem Land der vielen Fragen!
Über das Höhlendorf Kandevan und die Stadt Tabriz, in welcher wir noch einige Ersatzteile für unseren “Manni” einkaufen, verlassen wir mit vielen neuen Eindrücken den wunderschönen Iran in Richtung Armenien und sind uns sicher irgendwann wieder zurück zu kommen…


Our route continues in northern Iran leads us from the beautiful city of Esfahan to Kermanshah. Along the way we have – once again – a problem with the tires. One of the ads in Dubai selling “Conti” lets air. We had almost thus expected, as the quality of the tires was not quite optimal. Our hope that the tires last until Germany has therefore hereby initially crushed. Stefan is still good things to make it with our tires contingent on board all the way home. The tire is so summarily patched and used in future as a spare tire. One of our previous spare tire is pulled on the rim, mounted and continues the journey. We are curious to see if and how long this will go well. As so often, we have support from helpful people here. Not just a truck driver takes time and helps the police packs more or less with at.
Today, a day with bad luck for us seems to be because another problem to be solved. The exhaust is broken and needs to be welded as possible so soon. This problem we take in Kermanshah. Looking for a workshop, we are picked up by a friendly Irani, who will assist us and will – after work – how is it different then even invited his right to his house and into the restaurant. The communication with the few English, which the Irani speak often, though works more or less well, but there we are with a lot of insight behind the scenes. Well in this family a beautiful and interesting evening. The frequency of such encounters (we have similar already on the island of Qeshm, in Jahrom and Esfahan experienced) and the curiosity of the people with their incredible hospitality and helpfulness, there is probably only here in Iran.
Next stop is Hamedan, the (allegedly) oldest city in the Iran of the three holy kings shall be broken to Bethlehem. We visit the bazaar there exclusively and are glad not directly addressed by a local and to be invited. As nice as these encounters are, but every day and sometimes several times in a city can be quite exhausting. Especially because the Iranis are a nocturnal people, and even the kids go to sleep at night until 3 .
On the next intermediate stage of Hamedan to Zanjan actually caught us the winter. As long as we were happy to have been mugged by the winter of this year, as we have just held us in warm countries. And now, in the spring it caught us yet. O.k, we have known that the nights can be cold but snow we had hoped to be spared. So we build our fireplace once to the vehicle in order to enable our wood stove can. That night the temperature drops to minus 10 degrees. Thank God keeps our oven, the temperature inside the vehicle until the wee hours at plus degrees, so that the cold is out there not quite feel that way. In Zanjan we have again an interesting encounter with a nice Iranian couple who invite us to falafel meal and evening to his home and in the course of which we the entire family including grandma, uncle, aunt, niece and nephew (a total of about 12 people) get to know. The next morning we continue with breakfast. When we reject the lunch, the pair is rather disappointed. Not so often, people in Iran come into contact with foreigners, so that they take every opportunity to make this to entertain and to ask a lot of questions. Our friend Heike, which is currently with the bike on Iran to Turkmenistan on the road once put it quite fit on her blog www.pushbikegirl.com :Welcome to Iran, the land of many questions!
About the cave village Kandevan and the city of Tabriz, in which we still buy some spare parts for our “Manni”, we leave with many happy memories of the beautiful Iran towards Armenia and are sure to come to us sometime back …

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